Die Rolle eines Leaky-Gut-Tests für Hautprobleme ist wissenschaftlich nicht belegt. Der Test misst meist Marker wie Zonulin oder Lipopolysaccharide im Stuhl oder Blut, um eine erhöhte Darmpermeabilität zu diagnostizieren. Zusammenhänge zwischen ‚Leaky Gut‘ und Hauterkrankungen wie Akne, Rosacea oder Psoriasis werden in der Alternativmedizin postuliert, basieren aber überwiegend auf tierexperimentellen oder mechanistischen Daten. Hochwertige Humanstudien fehlen, und die Testmethoden sind nicht standardisiert. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie und die EFSA raten von solchen Tests im Rahmen von Gesundheitschecks ab, da sie keine klinische Konsequenz haben. Für Hautgesundheit sind etablierte Faktoren wie Sonnenschutz, Ernährung und ggf. dermatologische Behandlung relevanter. Ein Leaky-Gut-Test ist daher als Marketinginstrument einzustufen, nicht als evidenzbasierte Diagnostik. Caveat: Bei Verdacht auf echte Darmerkrankungen (Zöliakie, CED) sind spezifische, leitliniengerechte Tests indiziert.
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