Mythos: Der tTG-IgA-Test misst den Blutzuckerspiegel oder zeigt Diabetes an. Fakt: tTG-IgA (Gewebetransglutaminase-IgA) ist ein spezifischer serologischer Marker für Zöliakie, eine Autoimmunerkrankung, die durch Gluten ausgelöst wird. Er hat keine direkte Beziehung zum Blutzucker. Allerdings besteht eine gut belegte Assoziation zwischen Zöliakie und Typ-1-Diabetes (beides Autoimmunerkrankungen). Bei unerkannter Zöliakie kann es durch Malabsorption zu Blutzuckerschwankungen kommen – sowohl Hypoglykämie als auch Hyperglykämie sind möglich. Typ-1-Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Zöliakie (ca. 5–10 %), weshalb Screening mit tTG-IgA empfohlen wird. Ein positiver tTG-IgA-Test bedeutet jedoch nicht, dass der Blutzucker erhöht ist; zur Diabetesdiagnose sind Nüchternblutzucker, HbA1c oder oraler Glukosetoleranztest nötig. Die Evidenz für die Verbindung Zöliakie–Diabetes ist human-strong, aber der Test selbst misst keinen Blutzucker. Vorsicht: tTG-IgA kann bei IgA-Mangel falsch negativ sein; dann ist IgG-basierte Diagnostik nötig. Zusammenfassung: tTG-IgA und Blutzucker sind unterschiedliche Parameter – der Mythos entsteht durch die Koinzidenz beider Erkrankungen.
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