Allergien sind Überempfindlichkeitsreaktionen des Immunsystems auf normalerweise harmlose Substanzen (Allergene). Man unterscheidet hauptsächlich vier Typen: Typ I (Soforttyp, IgE-vermittelt) – dazu gehören Pollenallergien (Heuschnupfen), Hausstaubmilben, Tierhaare, Nahrungsmittelallergien (z. B. Erdnüsse, Milch, Ei) und Insektengiftallergien. Typ II (zytotoxisch) und Typ III (Immunkomplex) sind seltener, z. B. Medikamentenallergien. Typ IV (Spättyp, T-Zell-vermittelt) umfasst Kontaktallergien wie Nickel oder Duftstoffe. Auch Kreuzallergien (z. B. Birke–Apfel) sind häufig. Die Diagnose erfolgt über Anamnese, Hauttests und spezifisches IgE im Blut. Gentests (z. B. auf HLA-Varianten) können Risiken für bestimmte Allergien anzeigen, aber keine Diagnose stellen. Die Evidenz für prädiktive DNA-Tests ist moderat; viele Allergien sind polygenetisch und umweltabhängig. Vorsicht vor übermäßiger Interpretation: Ein Risikoallel bedeutet nicht zwangsläufig eine Allergie. Bei Verdacht auf Allergie ist ein Allergologe die richtige Anlaufstelle.
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