Die Frage nach weichem Stuhlgang (oft als Durchfall oder breiiger Stuhl bezeichnet) ist ein häufiges Anliegen bei Verbraucher-Gesundheitstests. Aus wissenschaftlicher Sicht ist weicher Stuhlgang ein Symptom, keine Diagnose. Die Ursachen sind vielfältig: akute Infektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. Laktose, Fruktose), Reizdarmsyndrom, Stress oder Medikamente. Direkt-zu-Verbraucher-Tests (z. B. Mikrobiom- oder DNA-Tests) können hier oft keine klare Ursache identifizieren. Die Evidenz für solche Tests bei weichem Stuhl ist schwach – sie sind nicht diagnostisch und liefern meist nur Korrelationen, keine Kausalität. Ein SNP wie rs2395182 im HLA-DQA1-Gen ist mit Zöliakie-Risiko assoziiert, aber weicher Stuhl allein ist kein Beweis für Zöliakie. Die klinische Bewertung (Anamnese, Dauer, Begleitsymptome) und ggf. Stuhluntersuchungen auf Erreger oder Entzündungsmarker sind entscheidend. Evidenz: unklar (keine spezifische Studienreferenz im gegebenen Kontext). Hinweis: Bei anhaltend weichem Stuhl (>2 Wochen) oder Blutbeimengung sollte ärztliche Abklärung erfolgen.
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