Die Frage, ob das CLOCK-Gen bei Fruchtbarkeit sinnvoll ist, lässt sich mit der aktuellen Studienlage nicht klar bejahen. CLOCK ist ein zentraler Regulator der zirkadianen Rhythmik, und es gibt Hinweise aus tierexperimentellen und epidemiologischen Studien, dass eine gestörte innere Uhr die Reproduktion beeinträchtigen kann – etwa durch Einfluss auf Hormonausschüttung (Melatonin, LH, FSH) oder die Eizellqualität. Allerdings sind die Effekte einzelner CLOCK-Varianten beim Menschen klein, nicht reproduzierbar oder nur in spezifischen Subgruppen (z. B. Schichtarbeit) nachweisbar. Ein direkter DNA-Test auf CLOCK-Polymorphismen zur Vorhersage oder Optimierung der Fertilität wird von keiner medizinischen Leitlinie empfohlen. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch und nicht ausreichend für Handlungsempfehlungen. MyBody-X-Tests sind Lifestyle-Produkte ohne diagnostischen Anspruch. Caveat: Verlassen Sie sich nicht auf einen Gentest für Fruchtbarkeitsentscheidungen; bei unerfülltem Kinderwunsch ist eine ärztliche Abklärung (Gynäkologie, Andrologie) notwendig.
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