Der Vitamin-D-Test in den Wechseljahren ist ein häufiges Thema, aber viele Annahmen sind übertrieben. Fakt: Vitamin D ist wichtig für Knochengesundheit und Immunfunktion, und in den Wechseljahren steigt das Osteoporose-Risiko. Ein Test kann bei Risikopersonen (z. B. wenig Sonne, dunkle Haut, Übergewicht) sinnvoll sein. Mythos: Ein normaler Wert bedeutet automatisch ausreichende Versorgung – die Referenzbereiche sind umstritten, und viele Menschen haben suboptimale Spiegel. Mythos: Jede Frau in den Wechseljahren muss Vitamin D testen lassen – die Leitlinien empfehlen keinen generellen Screening, sondern eine individuelle Risikobewertung. Mythos: Hohe Dosen Vitamin D sind immer gut – tatsächlich kann eine Überdosierung (z. B. >4000 IE/Tag ohne Bedarf) zu Hyperkalzämie führen. Die Evidenz für einen Nutzen des Tests bei asymptomatischen Frauen in den Wechseljahren ist moderat bis unklar. Der Test misst nur 25(OH)D, nicht die aktive Form oder die Gewebespeicher. Einzelfallentscheidung mit ärztlicher Begleitung ist ratsam.
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