ACTN3 (Alpha-Actinin-3) ist vor allem als ‚Sprint-Gen‘ bekannt: Die R577X-Variante bestimmt, ob das Protein in schnellen Muskelfasern gebildet wird. Ein direkter Zusammenhang mit psychischem Stress ist wissenschaftlich nicht belegt. Einige Studien deuten auf eine mögliche Rolle bei der Stressresilienz hin – etwa über Muskelermüdung und Kortisolreaktion –, aber die Effekte sind klein und inkonsistent. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch und stammt aus Sport- oder Grundlagenforschung, nicht aus klinischen Stressstudien. Ein Gentest auf ACTN3 allein sagt nichts über Ihre individuelle Stressanfälligkeit aus. Lebensstil, Umwelt und andere Gene (z. B. COMT) haben einen weitaus größeren Einfluss. Vorsicht vor Marketing, das ACTN3 als ‚Stress-Gen‘ verkauft.
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