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Ist der Ratgeber zu leaky gut testen evidenzbasiert?

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Ist der Ratgeber zu leaky gut testen evidenzbasiert?

Die Frage, ob ein Ratgeber zum Testen von „leaky gut“ (erhöhte Darmpermeabilität) evidenzbasiert ist, lässt sich klar verneinen. Der Begriff „Leaky Gut“ wird in der Alternativmedizin häufig verwendet, ist aber kein anerkannter medizinischer Diagnosebegriff. Die wissenschaftliche Evidenz für direkte Tests (z. B. Laktulose/Mannitol-Test, Zonulin-Messung) ist schwach: Es fehlen standardisierte Referenzbereiche, valide klinische Studien und ein Nachweis, dass die Ergebnisse therapeutisch nutzbar sind. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS) und andere Fachgesellschaften raten von solchen Tests im Selbstzahlerbereich ab. MyBody-X bietet zwar entsprechende Analysen an, doch die zugrundeliegende Evidenz ist überwiegend mechanistisch oder basiert auf Tiermodellen. Ein Ratgeber, der diese Tests als evidenzbasiert darstellt, wäre irreführend. Verbraucher sollten sich stattdessen auf gesicherte Diagnoseverfahren (z. B. Atemtests bei Fruktosemalabsorption) und ärztliche Beratung stützen.

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