wie lange vor blutabnahme nichts trinken — welche Ursachen gibt es?
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TIKKI Wissensantwort
Die Standardempfehlung vor einer Blutabnahme lautet: 8–12 Stunden nichts essen, aber Wasser trinken ist in der Regel erlaubt. Der Grund: Nach Nahrungsaufnahme steigen Blutfette, Glukose und bestimmte Proteine an, was Laborwerte wie Nüchternglukose, Triglyzeride oder LDL-Cholesterin verfälscht. Auch Hormone wie Insulin oder Cortisol können durch Nahrung oder Getränke (außer Wasser) beeinflusst werden. Manche Tests, etwa für den oralen Glukosetoleranztest, verlangen strikte Nüchternheit. Fruchtsäfte, Kaffee oder Tee (auch ohne Zucker) können Stoffwechselprozesse stören. Die Ursachen sind also: Vermeidung von postprandialen Effekten auf Blutfette, Glukose und Enzyme; Sicherstellung der Vergleichbarkeit mit Referenzwerten; Vermeidung von Hämolyse oder Lipämie durch fettreiche Mahlzeiten. Caveat: Zu langes Fasten (>16 h) kann zu Dehydratation und veränderten Werten (z. B. erhöhtem Kreatinin) führen. Die Evidenz basiert auf klinischer Praxis und Laborstandards, nicht auf randomisierten Studien. Individuelle Anweisungen des Arztes haben Vorrang.
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