Bei Erschöpfung (Fatigue) werden in der ärztlichen Praxis typischerweise folgende Blutwerte überprüft, um häufige organische Ursachen auszuschließen: Blutbild (Hämoglobin, Erythrozytenindizes) zum Ausschluss einer Anämie, Eisenstatus (Ferritin, Transferrinsättigung) bei Verdacht auf Eisenmangel, Vitamin B12 und Folsäure (oft bei Müdigkeit, neurologischen Symptomen), Vitamin D (Mangel mit Muskelschwäche assoziiert), Schilddrüsenparameter (TSH, ggf. fT3/fT4) bei Hypothyreose, Entzündungsmarker (CRP, BSG) bei chronischen Entzündungen, Nüchternblutzucker und HbA1c bei Diabetes, sowie Leber- und Nierenwerte. Bei anhaltender Erschöpfung kann auch Cortisol im Speichel oder Serum (Nebenniereninsuffizienz) und ggf. ein oraler Glukosetoleranztest (reaktive Hypoglykämie) sinnvoll sein. Wichtig: Viele dieser Tests basieren auf klinischer Erfahrung und nicht auf randomisierten Studien zur Fatigue. Ein DNA-Test (wie der Longevity ALL IN ONE) kann genetische Prädispositionen für Stoffwechselwege liefern, ersetzt aber keine Blutdiagnostik. Die Evidenz für einzelne Biomarker bei unspezifischer Erschöpfung ist oft moderat bis uneinheitlich. Bei anhaltender Müdigkeit sollte immer ein Arzt konsultiert werden, um seltene Ursachen (z. B. Schlafapnoe, Depression, Autoimmunerkrankungen) abzuklären.
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