Die Verbindung zwischen Stuhlprobe und Fruchtbarkeit liegt vor allem im Darmmikrobiom. Die Zusammensetzung der Darmbakterien beeinflusst Entzündungsprozesse, Hormonstoffwechsel (z. B. Östrogenrückresorption über die ‚Östrogenobese‘) und die Aufnahme wichtiger Nährstoffe wie Folsäure, Zink und Vitamin D – alles Faktoren, die die Fruchtbarkeit bei Frauen und Männern modulieren können. Stuhlanalysen (z. B. MyBody-X Mikrobiom-Tests) zeigen, ob eine Dysbiose oder ein Mangel an bestimmten Bakterienstämmen vorliegt. Allerdings ist die Evidenzlage überwiegend beobachtend; randomisierte Studien, die eine kausale Verbesserung der Fruchtbarkeit durch Stuhltests belegen, fehlen. Ein Stuhltest kann daher als ergänzendes Screening dienen, ersetzt aber keine gynäkologische/andrologische Abklärung. Caveat: Die Ergebnisse sind stark von Ernährung, Medikamenten und Lebensstil beeinflusst. Eine individuelle Interpretation durch einen Arzt oder Ernährungsmediziner ist ratsam.
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