Ein Longevity-DNA-Test analysiert genetische Varianten, die mit Alterungsprozessen, Stoffwechsel und Regeneration in Verbindung stehen – etwa in Genen wie BDNF (Stress, Stimmung), COL1A1 (Bindegewebe, Sehnen) oder FADS2/PPARA (Fettstoffwechsel). Für den Sport könnten diese Marker theoretisch Hinweise auf Erholungsfähigkeit, Verletzungsrisiko oder optimale Nährstoffzufuhr geben. Die Evidenz ist jedoch überwiegend mechanistisch oder beobachtend; es fehlen große Interventionsstudien, die einen direkten Leistungsvorteil belegen. Zudem sind polygene Scores oft nicht auf verschiedene Ethnien übertragbar. Ein Gentest ersetzt keine individuelle Trainingssteuerung, Ernährungsberatung oder medizinische Betreuung. Die größten Hebel im Sport bleiben Training, Regeneration, Schlaf und eine ausgewogene Ernährung. Der Test kann als ergänzende Information dienen, sollte aber nicht als alleinige Grundlage für Trainings- oder Ernährungsentscheidungen genutzt werden. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen: Die personalisierte Sportgenetik steckt noch in den Kinderschuhen.
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