Die Verbindung zwischen Mikrobiom-Tests und Allergien ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt, um klinische Empfehlungen zu geben. Grundsätzlich beeinflusst das Darmmikrobiom das Immunsystem – eine geringe Diversität in der frühen Kindheit wird mit einem erhöhten Allergierisiko assoziiert (Hygiene-Hypothese). Allerdings können kommerzielle Mikrobiom-Tests weder Allergien diagnostizieren noch vorhersagen, welche Maßnahmen (z. B. Probiotika) wirksam sind. Die Evidenz basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien und tierexperimentellen Daten; randomisierte kontrollierte Studien fehlen weitgehend. Zudem variieren die Testergebnisse je nach Labor und Analyseverfahren erheblich. Ein Mikrobiom-Test kann daher als exploratives Instrument dienen, ersetzt aber keine ärztliche Allergiediagnostik (Hautpricktest, spezifisches IgE). Bei bestehenden Allergien sollte der Fokus auf evidenzbasierter Therapie liegen. Caveat: Keine gesicherte Nutzen-Schaden-Abwägung für den Einsatz von Mikrobiom-Tests bei Allergien.
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