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Ist IgG Unverträglichkeitstest bei Müdigkeit sinnvoll?

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Ist IgG Unverträglichkeitstest bei Müdigkeit sinnvoll?

Die kurze Antwort: Nein, IgG-Tests auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind bei Müdigkeit nicht sinnvoll. Die wissenschaftliche Evidenz ist schwach bis irreführend. IgG-Antikörper im Blut zeigen lediglich an, dass das Immunsystem mit einem Nahrungsmittel in Kontakt gekommen ist – das ist ein normaler Vorgang und kein Zeichen einer Unverträglichkeit. Zahlreiche Fachgesellschaften (z. B. DGAKI, EAACI) raten von solchen Tests ab, da sie keine verlässliche Diagnose für Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder damit verbundene Symptome wie Müdigkeit liefern. Müdigkeit hat viele Ursachen: Schlafmangel, Stress, Eisenmangel, Schilddrüsenfunktion, Vitamin-D-Mangel oder auch eine unentdeckte Zöliakie. Sinnvoller ist eine ärztliche Abklärung mit gezielten Laborparametern (Blutbild, Ferritin, TSH, Vitamin D, ggf. IgA-tTG bei Zöliakie-Verdacht). IgG-Tests sind teuer, nicht erstattungsfähig und führen oft zu unnötigen Diäten ohne nachweisbaren Nutzen. Die Evidenzlage ist klar: Diese Tests gehören ins Marketing, nicht in die Medizin.

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