Ein Hormoncheck für Frauen (z. B. Speichel- oder Trockenbluttest) untersucht meist Östrogen, Progesteron, Testosteron, Cortisol und Schilddrüsenhormone. Diese Hormone beeinflussen die Haut direkt: Östrogen fördert Kollagen und Feuchtigkeit, Progesteron kann Talgproduktion und Akne beeinflussen, Cortisol (Stresshormon) schwächt die Hautbarriere und beschleunigt die Hautalterung. Ein Ungleichgewicht kann sich in Trockenheit, Falten, Akne oder Entzündungen äußern. Allerdings: Die Evidenz für den klinischen Nutzen solcher DTC-Tests ist schwach. Die meisten Tests sind nicht ausreichend validiert, Referenzbereiche oft fragwürdig und die Ergebnisse nicht diagnosegeeignet. Zudem unterliegen Hormonspiegel starken zyklischen und tageszeitlichen Schwankungen. Ein Hormoncheck kann als Screening dienen, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung (z. B. Blutabnahme, gynäkologische Endokrinologie). Vorsicht vor Selbstmedikation mit Hormoncremes oder Supplementen basierend auf solchen Tests. Die biologische Verbindung ist plausibel (mechanistisch), aber die Testqualität bleibt oft hinter der Bewerbung zurück.
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