Ein Labortest auf Gluten in Reis kann für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit sinnvoll sein, birgt jedoch Risiken und Grenzen. Erstens: Reis ist von Natur aus glutenfrei, doch Kreuzkontamination während Anbau, Transport oder Verarbeitung kann Spuren von Gluten enthalten. Die gängigen ELISA-Tests (z. B. R5-Antikörper) sind für intaktes Gluten optimiert, erkennen aber hydrolysiertes Gluten (z. B. in Malz oder Sojasauce) oft unzureichend. Zweitens: Die Nachweisgrenze liegt meist bei 5–20 ppm; unterhalb dieser Schwelle ist das Ergebnis „nicht nachweisbar“, aber nicht garantiert glutenfrei. Drittens: Ein negatives Testergebnis ersetzt keine strenge Diät bei Zöliakie, da einzelne Chargen variieren können. Viertens: Verbraucher-Labortests sind nicht ISO-zertifiziert und können falsch-positive oder -negative Ergebnisse liefern. Fazit: Ein Laborbefund ist ein Hilfsmittel, aber keine absolute Sicherheit. Bei Unsicherheit sollte ein zertifiziertes Labor und ärztliche Beratung hinzugezogen werden.
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