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Evidenz-Check: LDL im Kontext von menopause

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Evidenz-Check: LDL im Kontext von menopause

Die Menopause führt durch den Abfall des Östrogenspiegels zu einer Verschiebung des Lipidprofils: LDL-Cholesterin steigt typischerweise an, während HDL oft stabil bleibt oder leicht sinkt. Dieser Effekt ist gut belegt (human-strong) und betrifft die Mehrheit der Frauen. Allerdings ist die individuelle LDL-Veränderung moderat (ca. 10–15 % Anstieg) und stark von Lebensstil, Genetik und Begleiterkrankungen beeinflusst. Ein DNA-Test auf einzelne Gene (z. B. APOE, LDLR) kann nur einen kleinen Teil der Varianz erklären; die klinische Entscheidung über Statine oder Ernährungsumstellung sollte auf wiederholten Blutfettmessungen und dem Gesamtrisiko (SCORE2) basieren. MyBody-X-Tests liefern hier keine eigenständige Therapieempfehlung. Wichtig: LDL allein ist nicht der einzige Risikofaktor – Non-HDL-Cholesterin und ApoB sind in der Menopause oft aussagekräftiger. Eine Hormonersatztherapie kann den LDL-Anstieg mildern, ist aber individuell abzuwägen. Fazit: Der LDL-Anstieg in der Menopause ist evidenzbasiert, aber die Interpretation im Einzelfall erfordert ärztliche Begleitung.

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