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Evidenz-Check: Magnesium im Kontext von Fruchtbarkeit

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Evidenz-Check: Magnesium im Kontext von Fruchtbarkeit

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt ist – darunter Energiestoffwechsel, DNA-Synthese und Muskelkontraktion. Im Kontext der Fruchtbarkeit wird Magnesium eine Rolle bei der Hormonregulation (z. B. Östrogen- und Progesteronstoffwechsel), der Eizellreifung und der Spermienqualität zugeschrieben. Einige Beobachtungsstudien deuten auf niedrige Magnesiumspiegel bei Frauen mit Fertilitätsstörungen hin, und bei Männern wurde ein Zusammenhang mit reduzierter Spermienmotilität berichtet. Allerdings fehlen randomisierte kontrollierte Studien, die einen kausalen Effekt einer Magnesiumsupplementation auf die Fruchtbarkeit belegen. Die Evidenzlage ist daher als unzureichend einzustufen. Ein routinemäßiger Magnesiumtest oder eine Supplementierung ohne nachgewiesenen Mangel ist nicht empfohlen. Bei Kinderwunsch sollte der Fokus auf einer ausgewogenen Ernährung mit magnesiumreichen Lebensmitteln (Vollkorn, Nüsse, Hülsenfrüchte) liegen. Ein Bluttest auf Magnesium (z. B. im Rahmen eines Vitalstoffchecks) kann sinnvoll sein, wenn ein Mangel vermutet wird, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung. Vorsicht vor überhöhten Dosierungen: Zu viel Magnesium kann Durchfall und Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen.

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