Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen und wird oft als Biomarker für die körpereigenen Eisenreserven genutzt. Ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen Ferritin und Gewichtsverlust ist nicht belegt. Allerdings kann ein Eisenmangel (niedriges Ferritin) zu Müdigkeit, verminderter körperlicher Leistungsfähigkeit und einer beeinträchtigten Schilddrüsenfunktion führen – alles Faktoren, die eine Gewichtsabnahme erschweren können. Ein zu hoher Ferritinspiegel (z. B. bei Hämochromatose oder chronischen Entzündungen) kann ebenfalls den Stoffwechsel negativ beeinflussen. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch und basiert auf Beobachtungsstudien; es gibt keine robusten klinischen Daten, die Ferritin als direkten Treiber oder Inhibitor von Gewichtsverlust etablieren. Bei der Interpretation von Ferritinwerten sollten immer auch Entzündungsmarker (z. B. CRP) und der allgemeine Eisenstatus berücksichtigt werden. Ein Consumer-Lab-Test allein reicht nicht aus, um eine Gewichtsmanagement-Strategie abzuleiten.
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