Ein Magnesium-Check (z. B. Serum-Magnesium) ist dann sinnvoll, wenn konkrete Risikofaktoren oder Symptome vorliegen: chronischer Alkoholkonsum, Diabetes, Nierenerkrankungen, langfristige Einnahme von Protonenpumpenhemmern oder Diuretika, sowie anhaltende Muskelkrämpfe, Müdigkeit oder Herzrhythmusstörungen. In diesen Fällen kann ein Arzt den Test veranlassen und die Ergebnisse im Kontext weiterer Laborwerte interpretieren. Allerdings misst das Serum-Magnesium nur etwa 1 % des Gesamtkörpermagnesiums; ein normaler Wert schließt einen zellulären Mangel nicht aus. Bei unklaren Beschwerden kann ein RBC-Magnesium-Test oder ein Magnesium-Loading-Test aussagekräftiger sein. Direkt-to-Consumer-Tests (wie MyBody-X) bieten oft nur Serum-Magnesium an und sind nicht für die Selbstdiagnose eines Mangels geeignet. Ein routinemäßiger Magnesium-Check bei gesunden Personen ohne Risikofaktoren wird von der aktuellen Evidenz nicht unterstützt. Die Evidenzlage ist praxisbasiert, aber nicht durch große randomisierte Studien untermauert. Caveat: Keine Supplementierung ohne ärztliche Absprache, da Überschuss (v. a. bei Niereninsuffizienz) gefährlich sein kann.
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