Die Verbindung zwischen LCT (Laktase-Gen) und Langlebigkeit ist indirekt und nicht stark belegt. LCT-Varianten bestimmen die Fähigkeit, Laktose im Erwachsenenalter zu verdauen (Laktasepersistenz). In Populationen mit historischer Milchwirtschaft könnte dies einen Ernährungsvorteil geboten haben, der theoretisch die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht. Allerdings zeigen aktuelle Studien keinen direkten kausalen Effekt auf die Lebensspanne. Der Zusammenhang wird eher über Faktoren wie Knochengesundheit (durch Kalziumaufnahme) oder vermiedene Laktoseintoleranz-Symptome vermittelt. Die Evidenz basiert auf populationsgenetischen Assoziationen (GWAS) und Beobachtungsstudien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Ein direkter Langlebigkeits-SNP im LCT-Gen ist nicht bekannt. Consumer-DNA-Tests geben hier oft irreführende Interpretationen. Fazit: LCT hat höchstens einen schwachen, indirekten Einfluss auf die Langlebigkeit, der durch Ernährung und Lebensstil überlagert wird.
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