CRP (C-reaktives Protein) ist ein von der Leber produziertes Akute-Phase-Protein, das als unspezifischer Entzündungsmarker dient. In der klinischen Medizin wird das hochsensitive CRP (hs-CRP) zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos eingesetzt – Werte über 2 mg/l deuten auf ein erhöhtes Risiko hin, jedoch nur in Kombination mit anderen Faktoren. Auch bei Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder Gewebeschäden steigt CRP an. Der Marketing-Hype entsteht, wenn Direktvermarkter von Bluttests CRP als „Alleinindikator für Entzündungen“ oder „Schlüssel zur Optimierung der Gesundheit“ bewerben, ohne den Kontext zu beachten. Ein einzelner CRP-Wert sagt wenig über die Ursache aus und kann durch kurzfristige Infekte, Rauchen oder Stress verfälscht sein. Seriöse Labore interpretieren CRP immer im Zusammenhang mit Anamnese und anderen Parametern. Viele Consumer-Tests übertreiben die Aussagekraft, um Tests zu verkaufen. Fazit: CRP ist ein nützlicher, aber unspezifischer Marker – kein Wundermittel. Bei auffälligen Werten ist ärztliche Abklärung nötig.
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