Die Behauptung, dass ein ‚Skincare-DNA-Test‘ bei Müdigkeit helfen könne, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Solche Tests analysieren meist Gene, die mit Hautalterung, Kollagenabbau oder antioxidativer Kapazität der Haut zusammenhängen – nicht mit systemischer Erschöpfung oder Energiehaushalt. Müdigkeit hat vielfältige Ursachen: Schlafmangel, Stress, Eisenmangel, Schilddrüsenfunktion oder Vitamin-D-Status. Selbst wenn ein Gentest auf MTHFR oder Melatoninrezeptoren hinweist, ist der klinische Nutzen für die Allgemeinbevölkerung nicht belegt. Die US Preventive Services Task Force und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung raten von solchen Direktverbraucher-Gentests für Müdigkeit ab. Stattdessen sind eine ausgewogene Ernährung, ausreichender Schlaf und ärztliche Abklärung bei anhaltender Erschöpfung sinnvoll. Die Evidenz für Skincare-DNA ist maximal ‚Marketing‘ – die Versprechungen übertreffen die Daten bei weitem.
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