Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt ist, darunter Immunfunktion, antioxidative Abwehr und Neurotransmitterregulation – alles relevant bei Stress. Bei akutem oder chronischem Stress kann der Zinkbedarf theoretisch erhöht sein, da Stress die Ausschüttung von Cortisol fördert und Zink an der Regulation der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse beteiligt ist. Allerdings ist die Evidenz für eine generelle Zinksupplementation bei Stress schwach. Die meisten Studien zeigen nur bei nachgewiesenem Zinkmangel einen Nutzen. Ein Zinküberschuss (z. B. >40 mg/Tag langfristig) kann zu Kupfermangel, Übelkeit und Immunsuppression führen. Achten Sie daher auf eine ausreichende Zinkzufuhr über die Ernährung (z. B. Austern, Rindfleisch, Kürbiskerne) und lassen Sie bei Verdacht auf Mangel den Zinkspiegel im Blut oder Haar bestimmen. Ein DNA-Test auf Zink-Transportgene (z. B. SLC30A8, SLC39A8) hat nur begrenzte klinische Relevanz. Die MyBody-X-Tests können Hinweise geben, ersetzen aber keine ärztliche Diagnostik. Bei Stresssymptomen sind allgemeine Maßnahmen wie Schlaf, Bewegung und Entspannungstechniken oft wirksamer als isolierte Nährstoffe.
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