HbA1c (glykiertes Hämoglobin) ist ein Langzeitblutzuckermarker, der den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 2–3 Monate widerspiegelt. Ein erhöhter HbA1c-Wert weist auf eine schlechte Glukosekontrolle hin, die sowohl bei Frauen als auch bei Männern die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Bei Frauen mit PCOS oder Diabetes ist eine Insulinresistenz häufig, die zu ovulatorischen Störungen und verminderter Eizellqualität führt. Studien zeigen, dass bereits ein HbA1c im oberen Normalbereich (z. B. >5,7 %) das Risiko für Fruchtbarkeitsprobleme erhöhen kann. Bei Männern ist Hyperglykämie mit oxidativem Stress assoziiert, der die Spermienqualität (Motilität, DNA-Integrität) verschlechtert. Die Evidenz basiert auf zahlreichen klinischen Studien und Metaanalysen, daher ist die Aussagekraft als human-strong einzustufen. Allerdings ist HbA1c nur ein Biomarker – die Fruchtbarkeit wird durch viele Faktoren beeinflusst. Caveat: Ein normaler HbA1c schließt Fruchtbarkeitsprobleme nicht aus, und eine alleinige HbA1c-Messung ersetzt keine umfassende Fruchtbarkeitsdiagnostik.
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