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Ist Cardio Risk Check bei Sport sinnvoll?

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Ist Cardio Risk Check bei Sport sinnvoll?

Die Frage, ob ein Cardio-Risk-Check (genetischer Risikotest für Herz-Kreislauf-Erkrankungen) im Sport sinnvoll ist, lässt sich aus der vorliegenden Evidenz nicht eindeutig bejahen. Die meisten direkten-zu-Verbraucher-DNA-Tests, die kardiovaskuläre Risiken bewerten, basieren auf einzelnen SNPs mit sehr kleinen Effektstärken (z. B. rs662799 für Triglyceride, erklären <1 % der Varianz). Selbst polygene Scores für Ausdauerleistung haben eine geringe Vorhersagekraft (<2 % Varianz). Für den Sportkontext fehlen prospektive Studien, die zeigen, dass solche Tests tatsächlich zu einer verbesserten Risikostratifizierung oder Leistungsoptimierung führen. Klinische Leitlinien (z. B. der ESC) empfehlen für das kardiovaskuläre Screening bei Sportlern nach wie vor Anamnese, körperliche Untersuchung und Ruhe-/Belastungs-EKG, nicht aber genetische Tests. Ein positiver Gentest könnte zudem zu unnötiger Verunsicherung oder falscher Beruhigung führen. Daher ist der Nutzen eines solchen Tests im Sport aktuell als gering bis unklar einzustufen. Die Evidenz basiert auf mechanistischen und GWAS-Daten, nicht auf klinischer Praxis. Caveat: Der Test ersetzt keine ärztliche Untersuchung und sollte nicht zur Trainingssteuerung oder Wettkampffreigabe verwendet werden.

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