HDL (High-Density-Lipoprotein) wird oft als „gutes Cholesterin“ bezeichnet, spielt aber keine direkte Rolle bei der Blutzuckerregulation. Allerdings gibt es Hinweise, dass HDL die Insulinsensitivität verbessern und entzündungshemmend wirken kann, was indirekt den Blutzuckerstoffwechsel begünstigt. Studien zeigen, dass niedrige HDL-Spiegel mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes assoziiert sind. Der kausale Mechanismus ist jedoch nicht vollständig geklärt; es könnte sich um eine Begleiterscheinung des metabolischen Syndroms handeln. Consumer-DNA-Tests, die eine direkte HDL-Blutzucker-Verbindung behaupten, überschätzen oft die Evidenz. Die klinische Relevanz ist moderat: HDL als Biomarker für kardiometabolische Gesundheit zu betrachten ist sinnvoll, aber eine gezielte HDL-Erhöhung (z. B. durch Medikamente) hat bisher keine konsistente Blutzuckersenkung gezeigt. Lebensstilfaktoren wie Bewegung und Ernährung beeinflussen sowohl HDL als auch Blutzucker. Vorsicht vor überhöhten Versprechungen von Gentests: HDL-assoziierte Gene haben meist kleine Effekte.
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