Die Verbindung zwischen TCF7L2 und Fruchtbarkeit ist wissenschaftlich noch nicht gut belegt. TCF7L2 ist vor allem als Risikogen für Typ-2-Diabetes bekannt, da es die Insulinausschüttung beeinflusst. Einige Studien deuten auf mögliche Zusammenhänge mit der weiblichen Fruchtbarkeit hin – etwa über Insulinresistenz und polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) – sowie auf eine Rolle bei der Spermienqualität. Die Effekte sind jedoch klein, die Studienlage ist heterogen und basiert meist auf Assoziationsstudien (GWAS) oder mechanistischen Hypothesen. Direkte klinische Empfehlungen lassen sich daraus nicht ableiten. Ein Gentest auf TCF7L2-Varianten kann keine Aussage über die aktuelle Fruchtbarkeit treffen. Wer konkrete Fruchtbarkeitsprobleme hat, sollte ärztliche Abklärung suchen (Hormonstatus, Spermiogramm etc.) und nicht auf Gentests vertrauen. Die Evidenz ist insgesamt als 'mechanistisch/unclear' einzustufen.
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