Ein Longevity-DNA-Test, der auf Alterungsprozesse und allgemeine Gesundheitsmarker ausgelegt ist, kann keine direkte oder zuverlässige Aussage über die Fruchtbarkeit treffen. Fruchtbarkeit wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst – Hormonstatus, Eizellreserve, Spermienqualität, Alter, Lebensstil und spezifische genetische Varianten, die in einem solchen Test meist nicht abgedeckt werden. Die vorhandenen Studien (z. B. zu MTHFR-Varianten) zeigen, dass selbst bekannte Gene nur schwache und oft nicht klinisch relevante Effekte haben. Ein Longevity-Test kann daher nicht als Instrument zur Fruchtbarkeitsdiagnostik empfohlen werden. Wer konkrete Fruchtbarkeitsfragen hat, sollte spezialisierte reproduktionsmedizinische Tests (Hormonprofile, Ultraschall, genetische Träger-Screenings) in Anspruch nehmen. Die Evidenz für einen Nutzen von Longevity-DNA-Tests bei Fruchtbarkeit ist derzeit als unzureichend einzustufen.
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