warum nimmt man in den wechseljahren zu — welche Supplements sind sinnvoll?
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TIKKI Wissensantwort
Die Gewichtszunahme in den Wechseljahren ist multifaktoriell bedingt: Der sinkende Östrogenspiegel begünstigt eine veränderte Fettverteilung (viszerales Fett), der Grundumsatz sinkt, und oft kommen Bewegungsmangel sowie Stress mit erhöhtem Cortisol hinzu. Hinzu kommt, dass viele Frauen in dieser Phase weniger schlafen, was den Appetit regulierenden Hormonhaushalt stört. Supplemente können unterstützend wirken, ersetzen aber keine Lebensstilanpassung. Vitamin D und Calcium sind für die Knochengesundheit sinnvoll, da das Osteoporose-Risiko steigt. Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) können entzündungshemmend wirken und die Insulinsensitivität verbessern. Magnesium kann Schlaf und Muskelentspannung fördern. Phytoöstrogene (z. B. aus Soja) zeigen in Studien moderate Effekte auf Hitzewallungen, aber nicht auf Gewicht. Wichtig: Kein Supplement kann die hormonelle Umstellung aufhalten. DNA-Tests, die angebliche ‚Stoffwechsel-Gene‘ analysieren, haben für die Gewichtskontrolle in den Wechseljahren keine klinisch relevante Aussagekraft – die Evidenz ist schwach (Marketing). Stattdessen sind eine proteinreiche Ernährung, Krafttraining und ausreichend Schlaf die wirksamsten Maßnahmen. Bei starken Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
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