Reis ist von Natur aus glutenfrei, da er kein Gluten (Prolamine aus Weizen, Roggen, Gerste) enthält. Allerdings kann es während Anbau, Ernte, Transport, Lagerung oder Verarbeitung zu Kreuzkontaminationen mit glutenhaltigen Getreiden kommen – etwa durch gemeinsame Mühlen, Silos oder Förderbänder. Auch bei verpacktem Reis oder Reisprodukten (z. B. Reiswaffeln, Reisflocken) können Spuren von Gluten enthalten sein, wenn keine getrennten Produktionslinien verwendet werden. Für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist daher nur Reis mit dem Siegel „glutenfrei“ (zertifiziert <20 ppm) sicher. Ursachen für eine mögliche Glutenbelastung sind also vor allem technologische und logistische Faktoren, nicht die Reispflanze selbst. Die Aussage „Reis ist glutenfrei“ stimmt grundsätzlich, erfordert aber bei empfindlichen Personen eine Überprüfung der Herkunft und Verarbeitung.
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