Die Frage nach Longevity bei Männern ist komplex und wird durch eine Mischung aus Genetik, Lebensstil und Umweltfaktoren bestimmt. Der bekannteste genetische Marker ist das FOXO3-Gen (rs2802292), das in GWAS-Studien mit Langlebigkeit assoziiert wurde. Die T-Variante dieses SNPs ist in europäischen Populationen mit einer Frequenz von etwa 57 % die häufigere und wird mit einer moderaten Verlängerung der Lebensspanne in Verbindung gebracht. Allerdings sind die Effektstärken klein – der Einzel-SNP erklärt nur einen winzigen Teil der Varianz. Wichtig: Gentests für Langlebigkeit sind oft überinterpretiert. Männer haben zudem spezifische Risikofaktoren wie niedrigere Östrogenspiegel, höhere kardiovaskuläre Belastung und häufigere Testosteronabnahme mit dem Alter. Die Evidenz für direkte genetische Langlebigkeitsmarker ist auf GWAS-Niveau, nicht klinisch bestätigt. Lebensstilfaktoren (Ernährung, Bewegung, Stressmanagement, Schlaf) haben nachweislich größeren Einfluss. Vorsicht vor Marketingversprechen, die aus einzelnen SNPs weitreichende Gesundheitsprognosen ableiten.
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