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Evidenz-Check: Cardio Risk Check im Kontext von Wechseljahre

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Evidenz-Check: Cardio Risk Check im Kontext von Wechseljahre

Die Menopause ist eine natürliche Phase, die mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen einhergeht – vor allem durch den Abfall des Östrogenspiegels, der die Gefässfunktion und das Lipidprofil negativ beeinflusst. Ein „Cardio Risk Check“ als Heim- oder DNA-Test kann jedoch nicht die klinische Risikostratifizierung ersetzen. Die Evidenz für polygene Risikoscores (PRS) zur Vorhersage von Herz-Kreislauf-Ereignissen in den Wechseljahren ist noch schwach; die meisten PRS wurden an gemischten Populationen entwickelt und nicht spezifisch für perimenopausale Frauen validiert. Zudem fehlen prospektive Studien, die zeigen, dass eine auf solchen Tests basierende Intervention tatsächlich die Ereignisrate senkt. Die aktuellen Leitlinien (ESC, AHA) empfehlen für Frauen in der Menopause den Einsatz etablierter Risikorechner (z. B. SCORE2, ASCVD) unter Berücksichtigung von Lebensstil, Blutdruck, Lipiden und Diabetesstatus. Ein DNA-Test allein liefert keine ausreichende Grundlage für Therapieentscheidungen. Cave: Manche Tests bewerben „Östrogenstoffwechsel“-Marker (z. B. NQO1, COMT), deren klinische Relevanz für das kardiovaskuläre Risiko nicht belegt ist. Fazit: Cardio-Risiko-Checks per DNA sind aktuell nicht evidenzbasiert; eine ärztliche Risikoeinschätzung mit klassischen Parametern bleibt der Goldstandard.

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