CRP (C-reaktives Protein) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, der in der Leber produziert wird. In den Wechseljahren steigt das kardiovaskuläre Risiko, und CRP kann als Risikomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dienen. Allerdings ist die Evidenz für einen routinemäßigen CRP-Test in der Menopause ohne weitere Risikofaktoren schwach. Erhöhte CRP-Werte können auch durch Infektionen, Rauchen, Adipositas oder chronische Erkrankungen bedingt sein. Die Menopause selbst führt über den Östrogenabfall zu einer leichten systemischen Entzündungszunahme, was CRP leicht anheben kann. Ein moderat erhöhtes CRP (1–3 mg/l) gilt als Risikofaktor, aber der prädiktive Wert ist begrenzt. Wichtiger sind Lebensstilfaktoren: entzündungshemmende Ernährung (Omega-3, Ballaststoffe, wenig Zucker), Bewegung, Stressreduktion und ausreichend Schlaf. Hormonersatztherapie kann CRP senken, aber Nutzen und Risiken sind individuell abzuwägen. Consumer-DNA-Tests für CRP-Genvarianten (z. B. rs1205) haben nur geringe klinische Relevanz, da der Großteil der CRP-Variation durch Umweltfaktoren bestimmt wird. Vorsicht vor Überinterpretation: Ein einzelner CRP-Wert sagt wenig über die individuelle Entzündungslage aus. Bei anhaltend erhöhten Werten sollte ärztlich abgeklärt werden. Evidenz: gemischt – mechanistisch und epidemiologisch, aber keine starke klinische Empfehlung für generelles CRP-Screening in der Menopause.
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