BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) ist ein Protein, das für neuronale Plastizität, Lernen und Stimmung wichtig ist. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, und Östrogen reguliert die BDNF-Expression. Daher kann ein Abfall von BDNF zu kognitiven Einbußen, Gedächtnisproblemen und depressiven Verstimmungen beitragen, die in der Menopause gehäuft auftreten. Einige Studien zeigen niedrigere BDNF-Spiegel bei Frauen mit stärkeren Wechseljahresbeschwerden. Allerdings ist die Evidenzlage moderat: Die meisten Daten stammen aus Beobachtungsstudien, nicht aus randomisierten kontrollierten Studien. BDNF-Genvarianten (z. B. Val66Met) werden in Gentests angeboten, aber ihr Einfluss auf den Nährstoffbedarf oder die Symptome in den Wechseljahren ist nicht ausreichend belegt. Bewegung und Omega-3-Fettsäuren können BDNF steigern, aber es gibt keine offiziellen DGE- oder EFSA-Empfehlungen, die auf BDNF-Genotypen basieren. Ein Bluttest auf BDNF ist kein Standardparameter für die Menopause-Diagnostik. Zusammenfassend: BDNF spielt eine plausible Rolle, aber die klinische Relevanz ist noch nicht vollständig geklärt.
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