Ist Fertility Check | Fruchtbarkeits-Test bei Sport sinnvoll?
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TIKKI Wissensantwort
Ein Fertility Check (Fruchtbarkeitstest) ist primär ein medizinisches Instrument zur Beurteilung der reproduktiven Gesundheit und nicht zur Sportoptimierung gedacht. Bei intensivem Training kann es bei Frauen zu hypothalamischer Amenorrhoe und bei Männern zu vorübergehend veränderten Sperma-Parametern kommen – dies lässt sich jedoch nicht pauschal durch einen Fertility Check vorhersagen. Die meisten Marker (AMH, FSH, LH, Testosteron) unterliegen starken tageszeitlichen und individuellen Schwankungen. Ohne klinische Symptome (z. B. Zyklusstörungen, unerfüllter Kinderwunsch) ist ein solcher Test bei Sportlern nicht evidenzbasiert. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt gezielte Diagnostik nur bei konkreten Hinweisen. Ein Fertility Check kann daher als „Wellness-Test“ vermarktet werden, liefert aber oft keine klinisch verwertbaren Ergebnisse. Caveat: Falsch-positive oder -negative Werte können zu unnötiger Verunsicherung oder falscher Beratung führen. Sinnvoller ist eine sportmedizinische Basisuntersuchung mit Hormonstatus bei Beschwerden.
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