Hb steht für Hämoglobin, ein eisenhaltiges Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff von der Lunge zu den Geweben transportiert. Es ist einer der am häufigsten gemessenen Biomarker in der klinischen Medizin. Normwerte variieren je nach Alter, Geschlecht und Höhenlage (z. B. Männer 13,5–17,5 g/dl, Frauen 12,0–15,5 g/dl). Ein niedriger Hb-Wert deutet auf eine Anämie hin – mögliche Ursachen sind Eisenmangel, Blutverlust, Vitamin-B12-Mangel oder chronische Erkrankungen. Ein erhöhter Hb kann auf Dehydratation, Rauchen oder Polycythaemia vera hinweisen. Direkt-zu-Verbraucher-Tests wie die von MyBody-X messen Hb oft im Rahmen eines Blutbilds. Wichtig: Ein einzelner Messwert ist kein Diagnoseersatz. Er gibt einen Hinweis, der durch ärztliche Abklärung (inkl. weiterer Parameter wie Ferritin, MCV, Retikulozyten) bestätigt werden muss. Die Evidenz für Hb als klinischen Marker ist sehr stark (human-strong), aber die Interpretation eines Laientests sollte immer im Gesamtkontext erfolgen. Bei auffälligen Werten ist ein Arztbesuch zwingend erforderlich.
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