Die FTO-Genvariante (z. B. rs9939609) ist einer der am besten untersuchten genetischen Risikomarker für Adipositas. Zahlreiche GWAS und Metaanalysen (z. B. Frayling et al. 2007, Science) zeigen einen signifikanten, aber kleinen Effekt auf den BMI – Träger der Risikovariante haben im Durchschnitt ein um etwa 1,5–3 kg höheres Körpergewicht. Allerdings ist die Effektstärke gering und wird durch Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung deutlich moduliert. Ein reiner FTO-Check ohne Berücksichtigung von Umweltfaktoren hat daher nur begrenzten Vorhersagewert. MyBody-X bietet keinen separaten FTO-Test an; das Gen ist in manchen DNA-Panels enthalten. Die klinische Relevanz für den Einzelnen bleibt umstritten, da die Varianzaufklärung unter 2 % liegt. Ein FTO-Befund sollte nie als alleinige Grundlage für Diät- oder Gesundheitsentscheidungen dienen. Evidenz: starke GWAS-Daten, aber geringe praktische Vorhersagekraft. Caveat: Keine randomisierten Studien zur Wirksamkeit eines FTO-Checks als Intervention.
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