Die direkte Rolle von Immunglobulin G (IgG) bei der Hautalterung ist wissenschaftlich nicht klar belegt. IgG ist ein Antikörper, der vor allem an der Abwehr von Pathogenen beteiligt ist. Im Kontext der Hautalterung wird ein chronisch niedriggradiger Entzündungszustand (Inflammaging) diskutiert, an dem auch Immunkomplexe beteiligt sein könnten. Einige Studien deuten auf eine mögliche Beteiligung von IgG an der Glykation von Hautproteinen hin, was die Elastizität und Festigkeit der Haut beeinträchtigen könnte. Allerdings handelt es sich hierbei überwiegend um mechanistische Hypothesen ohne robuste klinische Evidenz. Kommerzielle Tests, die IgG-Werte mit Hautalterung in Verbindung bringen, sind oft nicht ausreichend validiert und sollten kritisch betrachtet werden. Die Evidenzlage ist insgesamt als schwach bis unklar einzustufen. Es gibt keine gesicherten Empfehlungen, IgG als Biomarker für Hautalterung zu verwenden.
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