Die Beziehung zwischen HDL-Cholesterin und Schlaf ist komplex und nicht abschließend geklärt. Einige Studien deuten darauf hin, dass chronisch schlechter Schlaf (z. B. Kurzschläfer unter 5–6 Stunden) mit niedrigeren HDL-Werten assoziiert ist, möglicherweise über Stresshormone und Entzündungswege. Allerdings sind die Effekte moderat und nicht bei allen Personen gleich. Wichtig: HDL ist kein alleiniger Schutzfaktor – seine Funktionalität (z. B. reverse Cholesterintransport) ist relevanter als der reine Blutwert. Schlafqualität und -dauer beeinflussen auch andere kardiovaskuläre Risikomarker (Blutdruck, Triglyceride). Aus Sicht der Präzisionsmedizin gibt es keine gesicherten genetischen oder mikrobiombezogenen Marker, die eine individuelle HDL-Schlaf-Interaktion vorhersagen. Direkt-to-Consumer-Tests zu diesem Thema sind derzeit spekulativ. Praktisch: Ausreichender Schlaf (7–9 h) und eine entzündungshemmende Ernährung (Omega-3, Ballaststoffe) können HDL unterstützen, aber ein isolierter Fokus auf HDL ist nicht evidenzbasiert.
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