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Myths vs Facts: HLA-DQ2 und Müdigkeit

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Myths vs Facts: HLA-DQ2 und Müdigkeit

Die Behauptung, dass HLA-DQ2 direkt Müdigkeit verursacht, ist ein Mythos. HLA-DQ2 ist ein genetischer Risikomarker für Zöliakie, aber nicht jeder Träger entwickelt die Erkrankung. Müdigkeit kann bei Zöliakie durch Nährstoffmangel (Eisen, Vitamin B12, Folsäure) oder chronische Entzündung entstehen. Allerdings haben viele Menschen mit HLA-DQ2 keinerlei Symptome. Ein Gentest allein sagt nichts über den aktuellen Gesundheitszustand aus. Fakt ist: Nur eine Kombination aus HLA-DQ2/DQ8 plus positive Antikörper (tTG-IgA) plus Dünndarmbiopsie bestätigt Zöliakie. Müdigkeit hat zudem viele andere Ursachen (Schlafmangel, Stress, Schilddrüse, Infekte). Consumer-DNA-Tests für HLA-DQ2 liefern oft nur Wahrscheinlichkeiten, keine Diagnose. Die Evidenz für den Zusammenhang zwischen HLA-DQ2 und Müdigkeit ist indirekt (über Zöliakie) und nicht stark genug für eine kausale Aussage. Vorsicht vor Marketing, das HLA-DQ2 als „Fatigue-Gen“ darstellt. Bei anhaltender Müdigkeit ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll, nicht nur ein Gentest.

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