VKORC1 kodiert ein Enzym, das für die Regeneration von Vitamin K zuständig ist und damit die Blutgerinnung und den Knochenstoffwechsel beeinflusst. Direkte Belege für einen Zusammenhang zwischen VKORC1-Varianten und allgemeiner Müdigkeit liegen nicht vor. Bekannt ist vor allem die Rolle des Gens für die Dosierung von Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin; eine falsche Dosierung kann zu Blutungen oder Anämie führen, die indirekt Müdigkeit verursachen können. Manche Consumer-DNA-Tests listen VKORC1 als Marker für ‚Energie‘ oder ‚Müdigkeit‘, was jedoch wissenschaftlich schwach gestützt ist. Die Evidenz ist daher als ‚mechanistisch‘ oder ‚unklar‘ einzustufen. Wer unter chronischer Müdigkeit leidet, sollte andere Ursachen (Eisenmangel, Schilddrüse, Schlafqualität) ärztlich abklären lassen.
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