Die Bestimmung des biologischen Alters (biological age) erfolgt nicht über einen simplen Test, sondern über verschiedene wissenschaftliche Methoden, die den Zustand des Körpers im Vergleich zum chronologischen Alter messen. Die bekannteste Methode ist die Analyse der DNA-Methylierung (epigenetische Uhren wie die Horvath-Uhr), die anhand von Methylierungsmustern in bestimmten Genomregionen das biologische Alter schätzt. Weitere Ansätze umfassen die Messung der Telomerlänge (Schutzkappen der Chromosomen), Blutbiomarker (z. B. HbA1c, CRP, Kreatinin) sowie kombinierte Algorithmen wie den PhenoAge- oder GrimAge-Score. Diese Verfahren basieren auf epidemiologischen Studien und zeigen moderate Korrelationen mit Gesundheitszustand und Sterblichkeit. Allerdings sind sie nicht als klinische Diagnostik standardisiert; die Ergebnisse variieren je nach Methode, Labor und Population. Zudem können Lebensstilfaktoren (Ernährung, Bewegung, Stress) die Werte beeinflussen. Ein DNA-Test allein reicht nicht aus – Blutanalysen und klinische Parameter sind oft nötig. Für Verbraucher ist Vorsicht geboten: Viele kommerzielle Angebote übertreiben die Aussagekraft. Eine seriöse Bestimmung sollte in einem medizinischen Kontext erfolgen.
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