welche stoffwechseltypen gibt es — welche Blutwerte sind relevant?
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TIKKI Wissensantwort
Die Frage nach ‚Stoffwechseltypen‘ ist populär, aber wissenschaftlich nicht klar definiert. Oft werden Typen wie ‚ectomorph‘, ‚mesomorph‘ oder ‚endomorph‘ genannt – diese stammen aus der Somatotypologie der 1940er Jahre und haben keine validierte Verbindung zu individuellen Blutwerten oder Ernährungsempfehlungen. In der aktuellen Forschung werden stattdessen phänotypische Cluster wie ‚insulinsensitiv‘ vs. ‚insulinresistent‘ oder Lipidstoffwechsel-Profile diskutiert, aber es gibt keinen einheitlichen, klinisch etablierten Satz von ‚Stoffwechseltypen‘. Relevante Blutwerte zur Beurteilung des Stoffwechsels sind: Nüchternblutzucker, HbA1c, Triglyceride, HDL‑ und LDL‑Cholesterin, sowie ggf. hs‑CRP und Leberwerte (ALT, GGT). Vitamin‑D‑Spiegel (25(OH)D) werden ebenfalls häufig gemessen, wobei aktuelle Studien (2025–2026) Mangel als <20 ng/mL und Insuffizienz als 20–30 ng/mL definieren. Direkt‑zu‑Verbraucher‑Gen tests, die angebliche Stoffwechseltypen aus Einzelnukleotid-Polymorphismen ableiten, werden von Fachgesellschaften wie der ASHG und ACMG kritisch gesehen – die Evidenz ist schwach. Eine individuelle Stoffwechseldiagnostik sollte immer durch einen Arzt erfolgen und nicht allein auf Gentests oder Selbsttests basieren.
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