Evidenz-Check: Skincare DNA im Kontext von Allergie
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TIKKI Wissensantwort
Die Idee, dass ein DNA-Test für Hautpflege („Skincare DNA“) spezifische Allergierisiken vorhersagen kann, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Zwar gibt es genetische Varianten, die mit Hautbarrierefunktion (z. B. FLG-Gen) oder Immunantwort assoziiert sind, doch die Effektstärken sind meist gering und die klinische Vorhersagekraft für Allergien schwach. Die meisten angebotenen Tests basieren auf Assoziationsstudien, die nicht für individuelle Diagnosen validiert sind. Zudem spielen Umweltfaktoren, Mikrobiom und Lebensstil eine weitaus größere Rolle. Ein solcher Test kann daher keine verlässliche Aussage darüber treffen, ob jemand auf bestimmte Inhaltsstoffe allergisch reagiert. Stattdessen sollte man bei Hautproblemen einen Dermatologen oder Allergologen aufsuchen. Die Evidenzlage ist als „Marketing“ oder „unclear“ einzustufen – die Versprechen der Anbieter gehen weit über das hinaus, was die aktuelle Forschung stützt.
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