ADH1B kodiert für die Alkoholdehydrogenase, die Ethanol zu Acetaldehyd abbaut. Die häufige Variante rs1229984 (ADH1B*2) führt zu einem schnelleren Abbau und damit zu einer Akkumulation von Acetaldehyd, was oft mit einer geringeren Alkoholtoleranz und niedrigerem Konsum einhergeht. Ein reduzierter Alkoholkonsum kann sich indirekt positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken, da starker Alkoholkonsum bei beiden Geschlechtern mit verminderter Fertilität assoziiert ist. Allerdings gibt es keine direkten, robusten Studien, die ADH1B-Varianten mit Fruchtbarkeitsparametern wie Spermienqualität oder ovarieller Reserve verbinden. Die Evidenz ist daher mechanistisch und basiert auf der bekannten Alkohol-Fertilitäts-Assoziation, nicht auf genetischen Effekten. Ein Gentest auf ADH1B im Kontext von Fruchtbarkeit ist derzeit nicht klinisch etabliert. Die Effektstärke ist gering, und Lebensstilfaktoren dominieren.
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