Die Risiken und Grenzen bei Helicobacter-pylori-Infektionen bei Frauen sind vielschichtig. Einerseits ist H. pylori ein anerkannter Risikofaktor für Magenkrebs und Magengeschwüre, andererseits gibt es geschlechtsspezifische Besonderheiten: Frauen haben häufiger Eisenmangelanämie durch H. pylori, und während der Schwangerschaft sind Diagnostik und Therapie eingeschränkt. Direkt-zu-Verbraucher-Tests (Stuhl-Antigen, Atemtest) können eine aktive Infektion nachweisen, aber sie unterscheiden nicht zwischen einer behandlungsbedürftigen und einer asymptomatischen Besiedlung. Zudem steigt die Antibiotikaresistenz, sodass eine Eradikationstherapie nicht immer erfolgreich ist. Die Evidenz für Screening bei asymptomatischen Frauen ist schwach; Leitlinien empfehlen kein generelles Screening. Die Grenzen liegen in der Überdiagnostik und möglichen unnötigen Antibiotikagaben. Eine individuelle Risikoabwägung mit dem Arzt ist daher essenziell.
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