Östradiol, das wichtigste Östrogen, sinkt in den Wechseljahren drastisch ab – das ist Fakt. Mythos: „Östrogenersatz ist immer gefährlich und krebserregend.“ Tatsächlich hängt das Risiko von Art, Dosis, Dauer und individuellem Profil ab. Eine Hormontherapie (HT) lindert Hitzewallungen, Scheidentrockenheit und beugt Osteoporose vor, wenn sie frühzeitig begonnen wird. Mythos: „Bioidentische Hormone sind sicherer als synthetische.“ Der Begriff „bioidentisch“ ist ein Marketinglabel; beide Formen unterliegen denselben Risiken (Thrombose, Brustkrebs bei langer Anwendung). Fakt: Die Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System ist komplex – bei frühem Beginn (unter 60 Jahren) überwiegen Vorteile, später steigt das Risiko. Wichtig: Jede HT sollte individuell ärztlich begleitet werden. Ein reiner DNA-Test oder Bluttest auf Östradiol allein reicht nicht für eine Therapieentscheidung; er kann aber einen Mangel bestätigen. Die Evidenz stammt aus großen randomisierten Studien (WHI, KEEPS) und Metaanalysen. Keine pauschale Empfehlung – Nutzen und Risiken müssen abgewogen werden.
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