Nein, der CRP-Wert ist bei Krebs nicht immer erhöht. CRP (C-reaktives Protein) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, der bei vielen akuten und chronischen Entzündungen, Infektionen, Gewebeschäden und auch bei einigen Krebserkrankungen ansteigen kann. Allerdings gibt es Krebsarten, die nur selten oder erst im fortgeschrittenen Stadium eine CRP-Erhöhung verursachen (z. B. bestimmte Lymphome, Prostatakrebs im Frühstadium). Zudem können andere Faktoren wie Adipositas, Rauchen oder Autoimmunerkrankungen den CRP-Spiegel unabhängig von Krebs beeinflussen. Ein normaler CRP-Wert schließt Krebs daher nicht aus, und ein erhöhter Wert beweist keinen Krebs. Die klinische Bewertung erfordert immer den Gesamtkontext aus Symptomen, Bildgebung und weiteren Laborparametern. Evidenz: gut belegt durch zahlreiche klinische Studien. Hinweis: CRP allein ist kein Krebs-Screening-Test; bei Krebsverdacht sind spezifischere Verfahren nötig.
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