TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist ein zentraler Regulator der Schilddrüsenfunktion, nicht aber ein direktes Fruchtbarkeitsmittel. Ein optimaler TSH-Spiegel (ca. 0,5–2,5 mU/l) ist für die weibliche Fruchtbarkeit wichtig, da Schilddrüsenhormone den Eisprung, die Eizellqualität und die Einnistung beeinflussen. Sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Die Gabe von TSH selbst ist jedoch keine Therapie – stattdessen wird bei Schilddrüsenunterfunktion L-Thyroxin eingesetzt, um den TSH-Wert zu normalisieren. Die Evidenz für den Zusammenhang zwischen Schilddrüsenfunktion und Fertilität ist stark (human-strong), aber die Frage, ob TSH direkt hilft, ist irreführend. Ein Gentest auf TSH-Rezeptor-Varianten (z. B. TSHR) hat nur geringe klinische Relevanz. Wichtig: Vor einer Kinderwunschbehandlung sollte der TSH-Wert ärztlich überprüft und ggf. behandelt werden. Keine Selbstmedikation mit Schilddrüsenhormonen.
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